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Keine weitere Aushöhlung der Sonn- und Feiertagsruhe
Die Gründungsmitglieder der Kölner Allianz für den freien Sonntag überreichten am 17.11.2011 die Unterschriftenlisten (7000) an den nordrhein-westfälischen Landtagspräsidenten Eckhard Uhlenberg in Düsseldorf. Online haben zusätzlich bisher cirka 3000 Personen und Organisationen aus Köln ihre Zustimmung erklärt.
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Landtagspräsident Uhlenberg unterstützte uneingeschränkt das Anliegen der Kölner Allianz und bedankte sich für das Engagement der Kölner Gewerkschaften und Kirchenverbände. Andreas Kossiski, Vorsitzender der DGB Region Köln-Bonn machte deutlich: „Ich begrüße ausdrücklich die Unterstützung des Landtagspräsidenten Uhlenberg. Das Bundesverfassungsgericht hat 2009 ein klares Signal gesetzt und die Sonntagsöffnung als Ausnahme beschrieben, die von den Ländern und Kommunen im Einzelfall begründet werden muss. Die Unterschriftensammlung der Kölner Allianz ist aus unserer Sicht bis jetzt erfolgreich verlaufen und wird fortgeführt.
„Im Einzelhandel in Köln sind mehr als 32.000 Beschäftigte von den geänderten Öffnungszeiten von Montag 6.00 bis Samstag 24 Uhr betroffen. Diese Beschäftigten brauchen den Sonntag als arbeitsfreien Ruhetag. Ohne Sonntag ist jeder Tag ein Werktag“, so Christa Nottebaum, Geschäftsführerin von ver.di Köln.
„Menschenwürdige Lebensweise beinhaltet einen festgesetzten Ruhetag“, betonte Hildegard Lülsdorf, Vorsitzende des KAB- Stadtverbandes.
Hannelore Bartscherer, Vorsitzende des Katholikenauschusses in Köln, erwartet: „Menschen brauchen Zeiten, die nicht von Konsum bestimmt sind, die Zeit lassen zu einem eigen bestimmten Leben, zu sozialen Kontakten und Sinnfindung. In allen Religionen wird dem Bedürfnis Raum eingeräumt, weil es eine uralte Erkenntnis ist.
Walter Fuchs-Stratmann, evangelische Kirche: „ Aus sozial-ethischer Sicht und in Vertretung des evangelischen Kirchenverbandes unterstreiche ich die Positionen des Katholikenausschusses in Köln.“
(Pressemeldung vom 17.11.2011)
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Werte lebbar machen KAB gründet in der Dom-Stadt die „Allianz für den freien Sonntag“
Beitrag von Matthias Rabbe Redakteur KAB-Impuls
Köln. Eine breiten Dialog über die Ladenöffnungszeiten und den Wert des arbeitsfreien Sonntags für den Einzelnen sowie für die Gesellschaft will die neugegründete Allianz für den freien Sonntag in Köln anstoßen. Dies erklärten Vertreter des KAB Stadtverbandes, der DGB Region Köln/Bonn, der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, dem Katholikenausschuss und des Verbandes Evangelischer Arbeitnehmer bei der Unterzeichnung der Bündnisurkunde.
„Sonntagsarbeit macht nachweislich krank“, erklärte KAB-Stadtverbandsvorsitzende Hildegard Lülsdorf auf der zuvor stattgefundenen Pressekonferenz. Studien belegten, dass längere Öffnungszeiten und Sonntagsöffnungen sich auf die Gesundheit der Betroffenen und ihrer Familien auswirke. Der Schutz und die Sicherheit der meist weiblichen Beschäftigten muss auch den Konsumenten deutlich gemacht werden, sagte der Kölner DGB-Vorsitzende Andreas Kossiski. „Die Freiheit des einen, darf nicht zum Zwang des anderen führen“, betonte er. Das Bündnis hat sich gegründet, weil allein im letzten Jahr knapp 80 Sonntagsöffnungen in den verschiedenen Stadtteilen durchgeführt wurden. „Über 2400 Beschäftigte und Tausende von Geringfügig Beschäftigten müssen in einigen Geschäften Sonnabends bis 24 Uhr oder auch am Sonntag arbeiten“, beklagte Christa Nottebaum von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.
Diskussion in Pfarrgemeinden Die Allianz übte heftige Kritik am Stadtrat, der die Urteile des Bundesverfassungsgerichts nicht berücksichtige. „Wir wollen deshalb im Bündnis auch keine Parteien und Parteipolitik, sondern eine offene Diskussion auch mit Vertretern des Handels und der Handwerkskammern über den Sonntag“, so KAB-Stadtverbandsvorsitzende Lülsdorf.
„Am Ende muss immer das Ziel des arbeitsfreie Sonntag stehen!“, sagte Hannelore Bartscherer, Vorsitzende des Kölner Katholikenausschusses. Sie will gemeinsam mit dem KAB Stadtverband, die Werte-Diskussion, die eng mit dem Wert des freien Sonntags verknüpft ist, in die Pfarrgemeinden tragen. „Der Wert des Sonntags muss wieder erlebbar sein!“, sagte Lülsdorf. Für dieses Jahr kündigte die Sonntags-Allianz verschiedene Aktionen an, um für eine breite gesellschaftliche Unterstützung zu werben. „Wir brauchen einen starken Druck auf die Politik, um den arbeitsfreien Sonntag wieder zurückzugewinnen. Notfalls“, so Kossiski, „werden wir auch den Klageweg einleiten.“
Das Bündnis „Allianz für den freien Sonntag“ sieht ein Entgegenkommen bei der rot-grünen Landesregierung. Arbeitsminister Guntram Schneider will die Sonntagsöffnungen gesetzlich einschränken. „Köln hat nicht nur auf das direkte Umland, sondern auch für ganz Nordrhein-Westfalen eine Vorreiterposition. Wenn Köln am Sonntag die Läden schließt, ziehen andere Städte nach“, betonte Kossiski.
Köln, den 17. März 2011
Beitrag der “Kölnischen Rundschau”
Beitrag des “Kölner Stadt-Anzeigers”
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Gründungserklärung der “Kölner Allianz für den freien Sonntag”
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Der DGB Köln-Bonn, der Evangelische Kirchenverband Köln und Region, die Evangelische Arbeitnehmerbewegung (EAN) Rheinland, der Katholikenausschuss Köln, die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB), Stadtverband Köln, und verd.i Bezirk Köln haben sich auf die Gründung einer „Kölner Allianz für den freien Sonntag“ geeinigt. Ziel ist es, den freien Sonntag zu stärken. Die Kölner Allianz richtet sich gegen eine weitere Aushöhlung der Sonn- und Feiertagsruhe auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Auch die Kommunen müssen sicherstellen, dass der Sonntag im sozialen Zusammenleben seiner Zweckbestimmung entsprechend als Tag der Arbeitsruhe und seelischen Erholung erhalten bleibt und der Sonn- und Feiertagsschutz neu bekräftigt wird.
Gründungsmitglieder: Andreas Kossiski, Vorsitzender DGB Köln-Bonn Rolf Domning, Stadtsuperintendent, Evangelischer Kirchenverband Köln und Region Walter Fuchs-Stratmann, Evangelische Arbeitnehmerbewegung (EAN) Rheinland Hannelore Bartscherer, Vorsitzende Katholikenausschuss in der Stadt Köln Hildegard Lülsdorf, Vorsitzende Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) Stadtverband Köln Christa Nottebaum, Geschäftsführerin ver.di Bezirk Köln
Grünungserklärung als pdf Datei zum herunterladen (bitte klicken)
Bericht zur Gründungsunterzeichnung (bitte klicken)
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Aktueller Flyer
Wer uns gerne - kompakt - kennenlernen möchte, dem sei unser neugestalteter Flyer empfohlen.
Hier zum herunterladen:  |
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Unser Veranstaltungs- und Bildungsprogramm 2012!
Liebe Freunde der Kölner KAB!
“Wir mischen uns ein in Kirche, Politik und Gesellschaft” - so ist unser neuer Veranstaltungskalender 2012 überschrieben.
Wenn Sie uns besser kennenlernen und sich vielleicht sogar in der KAB engagieren möchten, dann sollten wir miteinander ins Gespräch kommen. Unser Veranstaltungsprogramm für den Stadtbezirk Köln gibt dazu vielfältige Möglichkeiten. Wir freuen uns auf Sie!
Unser Veranstaltungsprogramm finden Sie hier
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Wir wollen uns in lockerer Atmosphäre treffen, lebhaft diskutieren und Erfahrungen austauschen.
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Erdbeben und Atomkatastrophe Gebet um die Erhaltung der Schöpfung (1979) von Detlev Bock
1. Herr, unser Leben und die Welt sind in Gefahr geraten. Wir haben die Natur entstellt durch unbedachte Taten. Wir beteten den Fortschritt an; zum Zeichen, was er kosten kann, wächst Gift aus uns´ren Saaten.
2. Du gabst uns Forschergeist und Macht, den Lebensraum zu pflegen. Wir gaben wenig darauf acht und wirkten nicht zum Segen. Wir werden wach und merken nun, wir dürfen, Herr, nicht alles tun, was wir zu tun vermögen.
3. Gib, dass uns Wirtschaft und Gewinn nicht in die Irre treiben, dass wir uns nicht dem Sog dahin gedankenlos verschreiben. Das Wohl des Menschenlebens nur und die Gesundheit der Natur muss letzter Maßstab bleiben.
4. Wir stoßen heute so wie nie an uns´res Wachstums Grenzen. Herr, gib uns Mut und Phantasie, die Technik zu ergänzen durch eine neue Lebensart, die Güter teilt und Kräfte spart mit allen Konsequenzen.
5. Wir Christen wollen nicht zurück in die vergang´nen Zeiten. Doch jeder soll an seinem Stück die Lebensform bereiten, die uns´ren Anspruch unbedingt in Einklang mit der Schöpfung bringt und ihren Wirklichkeiten.
6. Du hast die Welt uns anvertraut, sie menschlich zu gestalten. Wer für die Zukunft plant und baut, muss Dein Gebot entfalten. Wir stehen auf aus Schlaf und Traum und sind gewillt, den Lebensraum der Nachwelt zu erhalten.
(Aus: Du bist schön, meine Erde. Gebete der Schöpfung. Gesammelt und eingeleitet von Franz Rieger, Herder 1986, S.140f)
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